Allgemeines zur Familiengeschichte

Genealogie der Schlusnus-Familien

Zu mir


zur 2. Generation

 

 

I. Generation:

I 1 PRICZKUS NN, Marike
* ~ 1700 * ~ um 1700
+ > 1752 (1752/1755?) + (1743/1746?)
Bauer oo ~ oder < 1728
7 Kinder: II 1 - II 7

Bem.: PRICZKUS wird 1732 und 1736 als "litauischer Wirt" in Skripitschen (bei Nemmersdorf) erwähnt, spätestens ab 1738 lebt er in Stulgen (dort wird am 14.09. die Tochter ANKE geboren), wo er noch 1752 erwähnt wird, 1755 aber nicht mehr. Hofnachfolger in Stulgen ist Mertzus LORUSCHKUS, der mit ANNUßSE verheiratet ist, wobei es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ENNUßE (II 2) handelt. Ein Sterbeeintrag ist in den Kirchenbüchern für Stulgen nicht gefunden worden, so daß anzunehmen ist, daß PRICZKUS zwischen 1752 und 1755 verzogen ist.

Die Zahl der PRICZKUS-Kinder ergibt sich aus den Mühlen-Consignationen und aus Familientabellen in den Prästationstabellen (Prästationen = Abgaben) der Ämter Buylien (1732,1745, 1752), Plicken (1740) und Mattischkehmen (1743, 1746, 1749). 1746 werden dort 5 Söhne erwähnt. Namentlich sind die PRICZKUS-Kinder bis auf ANKE (II 6) und MERCZUS (II 7), für die Taufeinträge ermittelt wurden, nicht bekannt. Die Zuordnung der anderen in der II. Generation aufgeführten Namensträger zu PRICZKUS erfolgte hypothetisch. Weitere Namensträger, die vom Alter her in die I. Generation gehören könnten, sind bisher nicht bekannt geworden, so daß eine relativ große Wahrscheinlichkeit für diese Annahme spricht.

Die erste namentliche Erwähnung von PRICZKUS erfolgte nach dem jetzigen Wissensstand in der 1732 aufgestellten, für 1734-1740 maßgebenden Prästationstabelle (Nr. 1) des Amtes Buylien, S. 29/30 in der Schreibweise PRITZKUS SCHLUSNUS.

In der Generaltabelle von 1736 (Ostpr. Foliant 15361), die zwischen deutschen und litauischen Siedlern unterscheidet, wird unter den Litauern PRITZKUS SCHLUßNUS als "guter Wirt" aufgeführt. Diese Beurteilung ist ein Hinweis darauf, daß er seine Abgaben pünktlich leisten konnte. In der Gruppe der Litauer sind alle in Preußisch Litauen (wie der spätere Regierungsbezirk Gumbinnen zu der Zeit hieß) geborenen oder dort schon vor der Pest von 1708/10 ansässigen Bauern geführt. Hier dominierte die litauische Sprache absolut, was die häufigen litauischen Vornamen bis in die III. Generation hinein erklärt. Daß PRICZKUS nicht erst im Rahmen der "Repeuplierung" nach der Pest nach Ostpreußen gekommen ist, ergibt sich aus seiner protestantischen Konfessionszugehörigkeit und nicht zuletzt daraus, daß die katholischen Einwanderer aus dem eigentlichen (National-) Litauen als "Szamaiten" bezeichnet wurden.

Die Herkunft dieses ältesten unseres Namens ist nach wie vor ungeklärt. Geburts-, Heirats- oder Sterbedaten konnten bisher nicht ermittelt werden. Ältere oder zumindest gleich alte Namensträger sind bisher ebenfalls nicht bekannt geworden.


zur 2. Generation

 

Seite erstellt am 19.02.2008

zuletzt geändert: 15.12.2013